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12,2 Prozent aller österreichischen Familien bestehen aus nur einem Elternteil

Alleinerziehend

Nach dem Kernfamilien-Konzept der Vereinten Nationen bilden Ehepaare und Lebensgemeinschaften mit oder ohne Kinder bzw. Elternteile mit Kindern (Ein-Eltern-Familien) eine Familie. Kinder sind alle mit ihren beiden Eltern oder einem Elternteil im selben Haushalt lebenden leiblichen, Stief- und Adoptivkinder, die ohne eigene Partner im Haushalt leben und selbst noch keine Kinder haben, ohne Rücksicht auf ihr Alter. In Österreich zählt man so insgesamt 2.347.000 Familien, dabei handelt es sich bei 286.900 um Ein-Eltern-Familien. Somit bestehen 12,2 Prozent aller österreichischen Familien aus nur einem Elternteil. Davon leben 20.200 Familien in Tirol. 

In insgesamt 108.000 Familien lebt zumindest ein Kind unter 15 Jahren mit nur einem Elternteil, meistens mit der Mutter (Mütter: 99.000; Väter: 9.000). Mehr als jede achte Frau mit unter 15-jährigen Kindern ist demzufolge alleinerziehend (13,2%); bei Männern mit Kindern dieses Alters ist es nur gut einer von 100 (1,3%). Die Anteile der Alleinerziehenden mit Kindern unter 15 Jahren an allen Familien mit Kindern dieser Altersgruppe bleiben dabei zwischen 1985 mit insgesamt 13,6% und 2012 mit 14,2% nahezu unverändert.

(Quelle Statistik Austria: www.statistik.at)

Armut

Laut EU-SILC 2012 sind 362.000 Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren sowie 666.000 Frauen und 514.000 Männer ab 20 Jahren von Armuts- oder Ausgrenzungsgefährdung betroffen. Ein-Eltern-Haushalten – dies sind vorwiegend alleinerziehende Frauen mit ihren Kindern – verzeichnen mit einer Quote von 39% die höchste Ausgrenzungsgefährdung nach dem Haushaltstyp. (Quelle Statistik Austria: www.statistik.at)

Alleinerziehende arbeiten häufiger Vollzeit

Besonders für Alleinerzieherinnen ist es häufig eine Herausforderung, ein ausreichendes Erwerbseinkommen mit den Kinderbetreuungspflichten zu vereinbaren. So beträgt die aktive Erwerbstätigenquote von Alleinerzieherinnen mit unter 15-jährigen Kindern 71,2%, während nur 66,0% der in Partnerschaft lebenden Mütter aktiv einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Überdies arbeitet jede vierte Mutter ohne Partner auf Vollzeitbasis (27,1%) aber nicht einmal jede fünfte Frau, die mit einem Partner zusammen lebt (18,6%). Für diese Ergebnisse ist die für Alleinerzieherinnen höhere ökonomische Notwendigkeit, sich auf dem Arbeitsmarkt zu beteiligen, verantwortlich. Trotzdem hatten Personen in Ein-Eltern-Haushalten im Jahr 2011 mit 24% ein stark erhöhtes Armutsrisiko gegenüber der Armutsgefährdungsquote von 13% im Bevölkerungsdurchschnitt. (Quelle Statistik Austria: www.statistik.at)

Daher ist es wichtig, vor allem für Ein-Eltern-Haushalte ausreichend kostenlose Kinderbetreuungsmöglichkeiten vorzufinden. 

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